Reiserückblick durch die Gärten der Ostwestfalen-Lippe

Mit 33 abenteuerlustigen Teilnehmern startete die Tour am Freitag, dem 24. Juli. Dabei wurden zuerst kleinere Stopps querbeet durch die Altmark gemacht, um alle einzusammeln, die bei der Reise der gARTenakademie Sachsen-Anhalt angemeldet waren. Innerhalb der drei Reisetage sollten beeindruckende Privatgärten und historische Parkanlagen mit innovativen Pflanztechniken und inspirierenden Begegnungen besucht werden.

Tag 1 – Freitag, 24. Juli

In aller Früh startete der Bus in Salzwedel, sodass einige Reisegäste aus Wiepke, Gardelegen und Magdeburg noch eingesammelt werden konnten. Das erste Ziel: die Villa Ottilienruh in Ilseburg. Der charmante Garten inmitten der historischen Altvilla war ein besonderer Empfang – ganz eigen interpretiert. Die Aufmerksamkeit aller Besucher lag auf der auffälligen Architektur und sogfältig gewählten Pflanzen, welche überall verteilt waren. Hier bot sich den Mitreisenden der erste ruhige Moment, über Kaffee und Tee die anderen Teilnehmer kennenzulernen und Interessen auszutauschen.

Die Fahrt ging weiter zum Rittergut Meinbrexen, ein altes Anwesen, das gleich neben der Weser gelegen ist. Die beeindruckende Grundstücksfläche, versehen mit uralten Bäumen und malerischer Landschaft versetzte alle sofort in anhaltendes Staunen. Silke von Mansberg leitete die Führung, um allen Teilnehmern ausreichend geschichtlichen Hintergrund und erste Einblicke in die Freimaurerei zu geben. Ganz in der Philosophy der Freimaurerei gestaltete man auch das Rittergut und seine Ländereien. Welche gleich im Anschluss der Führung genutzt wurden, um ausgiebig zu Picknicken und gesammelte Eindrücke auszutauschen.

Am Nachmittag wurde dann der letzte Garten des Tages angesteuert. Der Botanische Garten von Höxter bot ein besonders großes Angebot von Pflanzen und Pflanzkonzepten. Die Reisegruppe wurde von Daniel Hartmann, dem Bürgermeister von Höxter, mit einer Einführung in die direkte Abhängigkeit von Biodiversität und Lebensqualität, empfangen. Er hob besonders die neuen Bedingungen des Klimawandel für eben dieses feine Zusammenspiel der Pflanzenwelt und menschlichen Gesundheit, hervor.

Um den ereignisreichen Tag halbwegs entspannend ausklingen zu lassen, blieb den Teilnehmern nach dem Check-In im Hotel Niedersachsen, der restliche Nachmittag zum Erkunden der historischen Stadt.

Tag 2 – Samstag, der 25. Juli

Nach einem gediegenen Frühstück ging es für alle weiter nach Bad Driburg in den Gräflichen Park. Die auffälligen Techniken des niederländischen Gärtners Piet Oudolf, welcher Staudenkombinationen mit Ziergräsern in seiner Arbeit nutzt, faszinierten alle Teilnehmer.

Gleich im Anschluss machte sich die Reisegruppe auf zur Umweltbildungsstätte Rolfscher Hof NABU in Detmold. Der Naturgarten, welcher das Gelände umfasst, demonstrierte kurzerhand wie Biodiversität und Naturnähe erfolgreich kombiniert mit Bildung aussehen kann. Während des Picknicks wurde sich intensiv über die markante Nutzung und hohe Anzahl von einheimischen Pflanzen ausgetauscht, welche ein exzellentes Beispiel nachhaltiger Gärtnerei darstellen.

In Detmold verbleibend, erfolgte der nächste Halt am frühen Nachmittag im Garten der Stille Kupferberg. Das Motto der Ruhe und Reflexion schwappte sofort auf die Besucher über und hinterließ alle fasziniert. Zwischen Themengärten, alten Bäumen, Wildblumenwiesen und Kunstdarstellungen waren alle angehalten, den Moment voll zu genießen und Ruhe in den straffen Reisekalender zu bringen.

Zum Ende des Tages wurde der erste Privatgarten angesteuert – von Claudia Szimkat in Lemgo. Auch wenn deutlich kleiner als die vorherigen Stationen, hatte Claudias Garten es in sich. Voller Ideen nachhaltigen Gartenbaus, vieler Gemüsegärten und individueller Eigenkreationen des Gärtnerns stand er den großen Schlossparks in nichts nach. Hier genoss die Reisegruppe Kaffee und Kuchen, während sich heiter über Gartenpflege, Gartenentwicklung und neue Pflanzenkombinationen ausgetauscht wurde. Mit Gruppenfoto verewigt, endete der zweite Ausflugstag.

Tag 3 – Sonntag, 26. Juli

Der erste Garten am letzten Reisetag war ein weiterer Privatgarten von Anne Bussen, in Schieder-Schwalenberg. Auf ihren 5.000 m² Naturgarten, hat Anne Themengärten, Obstgärten, eine Küchegarten sowie Kunstelemente untergebracht. Das harmonische Zusammenspiel von Kunst und Natur war besonders prägnant und inspirierend für die Besucher.

Der nächste Garten von Katrin Buhr in Lügde, mit seiner einzigartigen Lage zwischen einem Wald und zwei Flüssen, war ein Muss auf der Reiseroute. Kleine, verspielte Wege führten durch eine Ansammlung von Stauden, Gräsern, Farnen und Sträuchern, die hinter jeder Biegung etwas ganz und gar Neues offenlegten.

Um auch den letzten Tag gebührend abzurunden, wurde das Gelände der Landesgartenschau in Bad Nenndorf angesteuert. Ganz anders als die Privatgärten zuvor, präsentierte sich den Besuchern ein modernes Bild des Gartenbaus, mit einer Kombination aus Freizeitflächen und klimatisch angepassten Landschaften. Sodass neue Anstöße mit nach Hause genommen werden können, die sowohl in privaten Flächen als auch im öffentlichen Grünraum, Anwendung finden.

In ihrem abschließenden Instagram-Beitrag zu dieser Reise unterstreicht die gARTenakademie Sachsen-Anhalt den Wert gemeinsamer Lernerfahrungen. Gerade die bereichernden Gespräche mit Gartenbesitzern und die Inspiration, welche die Teilnehmer während der drei Tage gewonnen hatten, werden noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Tour wurde als gelungene Kombination aus fachlichem Wissensaustausch, zwischenmenschlichen Kontakten und dem Genuss außergewöhnlicher Gärten beschrieben. Und auch wenn 10 Gärten in drei Tagen viel auf einmal sein können, war den Teilnehmern bei jedem Garten ein Staunen ins Gesicht gemalt.

Die positive Resonanz ist für die gARTenakademie Sachsen-Anhalt eine willkommene Bestätigung – Wir bedanken uns herzlich!

Wir blicken auf eine äußerst erfolgreiche Gartentour nach Ostwestfalen-Lippe zurück. Dank der Gastfreundschaft aller Gartenbesitzer, des Engagements der Teilnehmer und der hervorragenden Organisation, konnten 33 Teilnehmer drei Tage voller Inspiration, neuer Erkenntnisse und unvergesslicher Erlebnisse in der Natur genießen.