Am 13.2.2026 tauschten sich Alexandra Mehnert (CDU Europa Abgeordnete des Landes Sachsen-Anhalt in Brüssel und Straßburg), Christa Ringkamp, Jolanda van Amerom und Miek Stap in einem Gespräch in Magdeburg aus zu den Zielen und Aktionen des gARTenakademie Sachsen-Anhalt vor. Frau Mehnert interessierte sich sehr für die Bausteine Klimawandelanpassung (Entsiegelung, Schaffung von vielfältigen Biodiversitätsflächen), Gartenpädagogik in Kindergärten und Schulen sowie den „Gartensommer 2026“. Sie verabredeten einen Termin im Sommer 2026 in der Altmark, um mit Schülerinnen und Schüler eine Maßnahme im Baustein „Beton-Knacker“ umzusetzen.
Der Vorstand hat Kontakt aufgenommen mit der Landtagsfraktion Bündnis 90/die GRÜNEN aufgenommen und angeboten, die Idee der Fraktion „Abpflastern“ mit der Aktion „Beton-Knacker“ zu verknüpfen – unser Verein steht für mehr als 15 Jahre erfolgreich angeschobene und durchgeführte Aktionen.
Zum 8.3.2026 ist Christa Ringkamp von Dr. Franziska Kersten (SPD Mitgleid Bundestagsabgeordnete für Sachsen-Anhalt) nach Burg eingeladen worden, im Rahmen der Veranstaltung “Frauentag im Dialog: Haltung zeige und Zukunft gestalten“ der Friedrich-Ebert-Stiftung ihre Erfahrungen in anregenden Gesprächen mit einzubringen.
Warum diese Gespräche? Warum jetzt? Warum sich positionieren?
Dazu Antworten von verschiedenen Institutionen:
„Garten, Natur – und politisch?“
Der Ausdruck wirkt zunächst widersprüchlich, aber er beschreibt ein reales Spannungsfeld: Sobald wir Natur gestalten, nutzen oder schützen, treffen wir Entscheidungen, die gesellschaftliche Folgen haben – und damit politisch sind.
Warum Gärten politisch sein können
Gärten sind nicht nur private Rückzugsorte. Sie stehen im Zentrum größerer Fragen:
- Artenvielfalt und Naturschutz — Welche Pflanzen wir setzen, wie wir mit Boden, Wasser und Insekten umgehen, beeinflusst lokale Ökosysteme. Naturschutz ist ausdrücklich eine politische Aufgabe, weil er das Gemeinwohl betrifft. Bpb.de
- Landnutzung und Ressourcen — Selbst kleine Gärten spiegeln größere Konflikte wider: Energiepflanzen vs. Nahrungspflanzen, Versiegelung vs. Grünflächen, Konsum vs. Nachhaltigkeit. Stiftung Naturschutz Berlin
- Bildung und Bewusstsein — Botanische Gärten und Umweltbildungsstätten nutzen Pflanzen gezielt, um politische Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder globale Verantwortung zu vermitteln. umdenken.rlp.de
Pflanzen als politische Akteure?
Natürlich treffen Pflanzen keine Entscheidungen – aber sie stehen im Zentrum politischer Entscheidungen.
Forschungs- und Bildungsprojekte zeigen, dass Pflanzen gesellschaftliche Debatten beeinflussen können, etwa über Ernährungssicherheit, Klimaanpassung oder Konsumverhalten. Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Beispiele:
- Diskussionen über heimische vs. invasive Arten
- Schutz bedrohter Wildpflanzen
- Nutzung von Pflanzen für Textilien, Medizin oder Energie
- Konflikte um Wasserverbrauch und Bodenqualität
- Klimawandel und Klimaschutz
Was bedeutet das für den privaten Garten? Wo stehen wir Gärtenrinnen und Gärtner?
Auch im eigenen Garten wird Politik „im Kleinen“ sichtbar:
- Naturnah gärtnern unterstützt Insekten, Vögel und Bodenleben – ein Beitrag zur Biodiversität.
- Verzicht auf Pestizide ist eine Entscheidung, die ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen hat.
- Regionale und robuste Pflanzen stärken lokale Ökosysteme.
- Gärten als Bildungsorte – besonders für Kinder – fördern Umweltbewusstsein.
Damit wird der Garten zu einem Ort, an dem gesellschaftliche Werte sichtbar werden: Nachhaltigkeit, Verantwortung, Umgang mit Ressourcen.
Gärten sind oft private Räume, aber sie prägen das öffentliche Gesamtbild der Landschaft.
Wenn viele Menschen naturnah gärtnern, entsteht ein Netzwerk kleiner Biotope – ein politisch wirksamer Beitrag, der weit über den eigenen Zaun hinausreicht.

